Immobilienprozess in St. Nikolaus

Erzbischof Dr. Koch hat 4. Juli 2023 einen Brief an alle Gemeinden geschrieben, in dem er die "bessere Nutzung unserer Ressourcen" und damit auch "tiefe Einschnitte in den Immobilienbestand unserer Kirche" als notwendig erklärt. Er begründet das mit "sinkenden Einnahmen aus Kirchensteuern" und geänderten Bedürfnissen. Ein Kernsatz des Briefes lautet:

  • "Das bedeutet, dass wir in größerem Umfang Immobilien (wie z. B. Pfarr- und Gemeindehäuser sowie Kirchengebäude) anders nutzen oder sogar aufgeben müssen."

Für die Durchführung wurde ein bistumsweiter "Immobilienprozess" begonnen.
Der Gemeinderat St. Nikolaus hat am 31. August 2023 einen Arbeitsausschuss "Nutzung der Immobilien" eingesetzt, der für den Bereich unserer Gemeinde diese Fragen behandeln sollte.

Die vom Bistum beauftragte Beratergruppe "LiBaSt" hat 2024/25 in unserer Pfarrei St. Franziskus alle Gemeinden untersucht, Prognosen erstellt, daraus Bewertungen und schließlich Empfehlungen abgeleitet. Der Arbeitsausschuss kam zu anderen Ergebnissen als die Beratergruppe:

Am 9. Juli 2025 hat der Kirchenvorstand einen Beschluss zu den Immobilien der Pfarrei gefasst, hier ist der vollständige Wortlaut.

Bezüglich St. Nikolaus lautet dieser Beschluss vom 9. Juli 2025 (Hervorhebungen durch das Web-Team):

2.7.2

Der Kirchenvorstand St. Franziskus beschließt, den Kirchenort St. Nikolaus mit Kirche, Gemeindehaus und Außenanlagen in der jetzigen Form nicht weiter aufrecht zu erhalten; die Kita soll erhalten bleiben. Das Grundstück Techowpromenade 35-43, 13437 Berlin soll im Interesse der Pfarrei wirtschaftlich baldmöglich und wünschenswert in sozialer Hinsicht entwickelt bzw. verwertet werden. ...

2.7.3

Der Kirchenvorstand setzt sich pastoral für den Fortbestand der Gemeinde St. Nikolaus und katholisches Leben in Wittenau ein, z.B. im Zusammenwirken mit der evangelischen Gemeinde oder in anderer angemessener Weise. Die Pfarrei wird die Gemeinde bei der Nutzung von Räumlichkeiten für Gottesdienste und gemeindliche Aktivitäten unterstützen. ...

Der Arbeitsausschuss "Nutzung der Immobilien" hat den Kirchenvorstand auf die unterschiedlichen Einschätzungen hingewiesen, das hat aber am Beschluss nichts geändert.

Damit war die Aufgabe des Ausschusses erfüllt, der Gemeinderat hat dem Ausschuss für seine Arbeit gedankt und ihn am 4. September 2025 aufgelöst.

Weil die Formulierung "in der jetzigen Form nicht weiter aufrecht [zu] erhalten" sehr viele Möglichkeiten offenlässt, hat der Gemeinderat alle Interessierten zu einem Arbeitstreffen eingeladen. Am 20. Februar 2026 wurden die denkbaren Möglichkeiten vorgestellt, diskutiert und bewertet:

Der nächste Schritt wird sein, die Ergebnisse des Treffens auszuwerten und zu ermitteln, welche Bewertungskriterien eine größere und welche eine geringere Bedeutung haben, damit die einzelnen Bewertungen sinnvoll vergleichbar werden.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, bitte melden Sie sich persönlich oder per Mail beim Sprecherteam des Gemeinderats.

Arbeitsgruppe bei der Diskussion

Arbeitsgruppe bei der Diskussion

Für die Information aller Pfarrei- und Gemeindeangehörigen soll ein Artikel in Ausgabe 2/2026 der Pfarrnachrichten sorgen. Er schildert den aktuellen Stand der Gemeinde im Allgemeinen und die Immobilienfrage im Besonderen, verbunden mit den Sorgen der Gemeinde und ihren nächsten Schritten.