Gestaltung der Zukunft unserer Pfarrei-Immobilien
Generalvikar Pater Manfred Kollig hat in seiner Begrüßungsrede als Pfarrer von St. Franziskus die sinnvolle Ordnung der Immobilienverhältnisse der Pfarrei als eines von zwei sehr wichtigen Zielen in seiner Amtszeit benannt. Konkret heißt dies, dass bis Sommer 2025 wesentliche Entscheidungen zur Zukunft der Pfarrei-Immobilien getroffen werden sollen. Die Entscheidungen sind vom Kirchenvorstand zu treffen und vom Erzbischöflichen Ordinariat (EBO) zu genehmigen.
An der Erarbeitung des Zukunftskonzepts für die Immobilien sind viele beteiligt: Das EBO, der professionelle Dienstleister Arge LIBAST des EBO, der Kirchenvorstand von St. Franziskus, insbesondere dessen Bauausschuss, sowie Interessierte aus der Pfarrei selbst.
Der Kirchenvorstand hat im März 2024 die Gemeinden und ihre Mitglieder gebeten, sich Gedanken zur Zukunft der Immobilien zu machen und diese Überlegungen in schriftlicher Form bis Juli 2024 rückzumelden.
Brief des Erzbischofs vom 4. Juli 2023
Aufruf des Kirchenvorstands - Ihr Mittun ist gefragt vom 6. März 2024
Informationen des Bauausschusses
Informationen des Bauausschusses
| In regelmäßigen Abständen informiert der Bauausschuss über den aktuellen Sachstand zum Thema Immobilienentwicklung - Hier finden Sie die in den Pfarrnachrichten veröffentlichen Informationen: |
| Information des Bauausschusses - Sachstand zum 1. August 2024 |
| Information des Bauausschusses - Sachstand zum 1. November 2024 |
| Information des Bauausschusses - Sachstand zum 1. Februar 2025 |
| Information des Bauausschusses - Sachstand zum 1. Mai 2025 |
Rückmeldungen zum Aufruf "Ihr Mittun ist gefragt"
Rückmeldungen zum Aufruf "Ihr Mittun ist gefragt"
Wir haben viele Rückmeldungen aus den Gemeinderäten unserer Pfarrei, aber auch von einzelnen Pfarreiangehörigen erhalten und sind dabei, diese Überlegungen auszuwerten. Insbesondere der Sachausschuss Immobiliennutzung von St. Nikolaus und die Immobiliengruppe St. Martin haben umfangreiche Stellungnahmen übermittelt.
Wir danken allen Beteiligten für die wertvollen Rückmeldungen
Vorstand des Bauausschusses
| Memorandum zum Immobilienkonzept von Olaf Litwiakow, St. Hildegard | |||
| Rückmeldung der Gemeinderäte von St. Hildegard, St. Katharinen und St. Judas Thaddäus | |||
| Rückmeldung des Gemeinderats von Maria Gnaden und Christkönig | |||
| Rückmeldung des Schausschusses Immobiliennutzung von St. Nikolaus | |||
| Rückmeldung der Immobiliengruppe von St. Martin | |||
| Rückmeldung - Solarkraftwerk von Christoph Oster, St. Martin | PDF | Bild | Luftaufnahme |
| Rückmeldung - Kirchenheizung von Christoph Oster, St. Martin | Ratgeber Kirchenheizung(Firma CANDOR) | ||
Artikelserie "Orte Kirchlichen Lebens" in den Pfarrnachrichten
Artikelserie "Orte Kirchlichen Lebens" in den Pfarrnachrichten
In der folgenden Artikelserie sind in den Pfarrnachrichten seit 2020 alle "Orte Kirchlichen Lebens" unserer Pfarrei vorgestellt worden:
Ergebnisse der Pfarrei-Immobilien-Entwicklung
Bei der Entwicklung der Pfarrei-Immobilien werden pastorale, wirtschaftliche und baufachliche Aspekte berücksichtigt. Nachfolgend werden alle bereits zur Verfügung stehenden Informationen veröffentlicht. Diese Seite wird jeweils mit den neuesten Informationen ergänzt, sobald sie verfügbar werden.
Projektplan und Ergebnisse der Begleitung durch LiBaSt
Projektplan und Ergebnisse der Begleitung durch LiBaSt
Im Juni 2024 ist die Zusammenarbeit mit der Arge LIBAST gestartet. Im Rahmen der Startberatung wurde in insgesamt 4 Startgesprächen der Fahrplan für die Immobilienentwicklung festgelegt und die Beauftragung der enstsprechenden Module erarbeitet.
Pfarreiübergreifend wird eine Portfolioanalyse beauftragt.
Für die Pfarrei und die einzelnen Standorte sind die in der untenstehenden Tabelle gelisteten Module ausgesucht und beauftragt worden (eine kurze Vorstellung der Module finden sie hier).
LIBAST hat für seine Bewertung Daten und Informationen der Pfarrei/Verwaltung und des EBO, des Weiteren allgemein zugängliche, vor allem statistische öffentliche Angaben sowie Angaben der Gemeinden St. Katharinen, St. Hildegard, St. Martin, St. Nikolaus und Maria Gnaden selbst auf der Grundlage von identischen Fragebögen erhoben, zusammengestellt und bewertet. Hierbei hat LIBAST auch Entscheidungen des EBO berücksichtigt, die den Weggang der Spanischen Gemeinde von St. Nikolaus betreffen.
LIBAST hat die Bewertungen in unabhängiger Weise vorgenommen. Dabei ist klar, dass Zahlen, Daten und Fakten in Form statistischer Auswertungen das vielfältige religiöse Leben in unserer Pfarrei nur relativ abbilden können. Darauf ist auch in den Workshops hingewiesen worden.
Nach Vorstellung des Kirchenvorstands sind die Bewertungen von LIBAST in Form der Portfolio-Analyse der Pfarrei nur ein Teil für die Entscheidungen über die Immobilienentwicklung. Hierauf ist während des bisherigen Prozesses hingewiesen worden.
Die detaillierte Portfolio-Analyse, sowie die Standort-Analysen zu St. Martin und St. Nikolaus werden wegen immobiliensensibler Daten nicht auf der Internetseite der Pfarrei verfügbar gemacht. Sie können bei der Verwaltung eingesehen werden.
| Ort | Module | Ergebnisse |
| Pfarreiübergreifend | Startberatung
Portfolioanalyse | |
| Maria Gnaden | abgedeckt durch Portfolioanalyse | |
| St. Martin | enthalten in Portfolioanalyse Standortanalyse Workshop (mit Gemeinde, Schule, Kita, EBO etc.) - durchgeführt am 04.04.2025 - 16:00 bis 20:00 Machbarkeitsstudie (Entscheidungsvorlage einer Entwicklungs-/Nutzungsstudie) |
kann bei der Verwaltung eingesehen werden Einladung, Präsentation, Dokumentation liegt noch nicht vor |
| St. Nikolaus | enthalten in Portfolioanalyse Standortanalyse Workshop (Ideen zur möglichen Standortentwicklung) - durchgeführt am 11.04.2025 - 14:00 bis 18:00 Machbarkeitsstudie (Entscheidungsvorlage einer Entwicklungsstudie) |
kann bei der Verwaltung eingesehen werden Einladung, Präsentation, Dokumentation liegt noch nicht vor |
| St. Katharinen | enthalten in Portfolioanalyse Workshop (Ideen zur möglichen Standortentwicklung) - durchgeführt am 28.03.2025 - 14:00 bis 18:00 vertiefende Entwicklungskonzepte (Entscheidungsvorlage eines Nutzungskonzeptes) |
Einladung, Präsentation, Dokumentation liegt noch nicht vor |
| St. Hildegard | abgedeckt durch Portfolioanalyse | |
| Christkönig | kein Modul |
Ergebnisse der Bewertung der Bausubstanz und baulichen Instandhaltungsbedarfe der Immobilien
Ergebnisse der Bewertung der Bausubstanz und baulichen Instandhaltungsbedarfe der Immobilien
Für alle im Eigentum der Pfarrei St. Franziskus befindlichen Immobilien wurden im Hinblick auf die Bausubstanz und den baulichen Instandhaltungsbedarf eine Untersuchung sowie eine Kosteneinschätzung der erforderlichen Investitionen beim Architekturbüro Planquadrat beauftragt und erstellt.
Die Untersuchungsergebnisse wurden für jeden Standort zusammengefasst. Dabei wurden die Ergebnisse untergliedert in Maßnahmen, die kurzfristig innerhalb der nächsten 3 - 5 Jahre sowie in Maßnahmen, die mittelfristig in 7 – 10 Jahren erforderlich werden. Betrachtet und bewertet wurde dabei ausschließlich die bauliche Substanz unter Berücksichtigung der aktuellen Nutzung, insbesondere im Hinblick auf energetischen Sanierungsbedarf, Brandschutz und Barrierefreiheit. Erfordernisse, die durch evt. Umnutzungen entstehen, sind nicht Bestandteil der Bewertung, ebenso wurden rein gestalterische Maßnahmen zur Herstellung eines zeitgemäßen Zustandes nicht bewertet.
| Pfarreiübersicht | Instandhaltungsbedarfe Pfarreiübersicht |
| Maria Gnaden | Instandhaltungsbedarfe Details Maria Gnaden |
| St. Hildegard | Instandhaltungsbedarfe Details St. Hildegard |
| St. Katharinen | Instandhaltungsbedarfe Details St. Katharinen |
| St. Martin | Instandhaltungsbedarfe Details St. Martin |
| St. Nikolaus | Instandhaltungsbedarfe Details St. nikolaus |
Pastorale Zahlen der Pfarrei St. Franziskus für 2024
Pastorale Zahlen der Pfarrei St. Franziskus für 2024
Bei der Entwicklung der Pfarrei-Immobilien werden neben wirtschaftlichen und baufachlichen auch pastorale Aspekte berücksichtigt. Die Verwaltung hat hierfür die folgenden pastoralen Kernzahlen zusammengestellt.
Rückmeldungen der Gemeinden
Bisher sind die folgenden Rückmeldungen zum Immobilienentwicklungsprozess in der Pfarrei erfogt - diese werden Eingang in die Beratungen des KV zur Entwicklung der Immobilien aller Gemeinden und damit der gesamten Pfarrei St. Franziskus finden.
Sachausschuss Immobilien St. Nikolaus
Der Sachausschuss Immobilienentwicklung St. Nikolaus, der vom Gemeinderat St. Nikolaus beauftragt worden ist, sich um die Fragen der Immobilienentwicklung der Gemeinde St. Nikolaus zu kümmern, hat in zwei Dokumenten Anmerkungen zur Portfolioanalyse von LIBAST und eine Stellungnahme zur Dokumentation des Workshops in St. Nikolaus von LIBAST übersandt, die hier verfügbar gemacht werden. Die beiden Dokumente sind aus Sicht des Sachausschusses verfaßt. Diese Unterlagen mit Aussagen zur Gemeinde St. Nikolaus werden Eingang in die Beratungen des KV zur Entwicklung der Immobilien aller Gemeinden und damit der gesamten Pfarrei St. Franziskus finden.
Stellungnahme zur Workshop Dokumentation vom 12.05.2025
Anmerkungen zur Portfolioanalyse vom 11.05.2025 und 19.05.2025
Pfarrei-Versammlung am Donnerstag, 03. Juli 2025
Die Pfarreiversammlung hat stattgefunden am Donnerstag, 03. Juli 2025, von 18:30 – 21:00 Uhr in der Kirche Maria Gnaden.
Nachfolgend finden sie die Einladung, sowie die zu den Finanzen der Pfarrei vorgetragenen Folien. Im Laufe der Versammlung wurden die Ergebnisse des Immobilienentwicklungsprozesses, wie oben dargestellt, zusammenfassend vorgestellt und die Fragen der Teilnehmer zu den Berichten beantwortet.
Beschlüsse des Kirchenvorstandes vom 09. Juli 2025
Liebe Pfarreiangehörige unserer Pfarrei St. Franziskus,
in unserer Kirchenvorstandssitzung vom 09. Juli 2025 haben wir Beschlüsse gefasst, die einen Rahmen für die Zukunft unserer Pfarreiimmobilien in St. Franziskus geben. Der Kirchenvorstand hat sich auf die Diskussion und die Beschlussfassung mit folgendem geistlichen Impuls und Gebet vorbereitet.
Gebet im Immobilienprozess
Du, unser Gott,
Du bist die Quelle und die Fülle allen Lebens.
Wir danken Dir.
Mit Dir arbeiten wir zusammen für die Menschen.
Wir danken auch für alles Engagement,
für alle Wirkstätten,
für unsere Kirchen und Gemeinderäume.
Wir wissen, dass sich die Gestalt unserer Kirchen ständig verändert.
Kirche ist immer neu in Form zu bringen.
Das Kostbarste sind die Menschen,
die lebendigen Steine.
Wir wollen verantwortungsvoll mit Deiner Schöpfung,
mit allen Ressourcen und mit unseren Immobilien umgehen.
Wir wollen nicht umgestalten oder bauen,
ohne nach Dir zu fragen.
Dein Wort ist Maßstab und Orientierung.
Wir wissen, wenn Du nicht das Haus baust,
„mühen sich umsonst, die daran bauen.“ (Psalm 127)
Öffne uns Ohren und Herz, damit wir aufmerksam werden:
Wie möchtest du durch uns für die Menschen in St. Franziskus weiterwirken?
Wir bitten um ein neues Pfingsten,
dass wir uns als Gemeinschaft für dein Wirken öffnen
und einander in Respekt und Wertschätzung begegnen.
Wir bitten um den Heiligen Geist, Deinen Beistand, um mit Mut und in Dankbarkeit
Aufbrüchen, Veränderungen und Abschieden zu begegnen.
Amen.
Dieses Gebet ist in der Pfarrei Heilige Drei Könige Nord-Neukölln entstanden und nur an einer einzigen Stelle für unsere Pfarrei angepasst, nämlich dort, wo „St. Franziskus“ eingesetzt wurde.
Wenn Sie die Beschlüsse lesen, werden Sie feststellen, dass die Beschlüsse versuchen, den Leitgedanken dieses Gebets Rechnung zu tragen. Die Beschlüsse geben für die Zukunft die Richtung für die Entwicklung unserer Pfarreiimmobilien vor und bilden dafür einen guten Rahmen mit großem pastoralen und immobilienmäßigen Gestaltungsspielraum.
Jetzt beginnt eine neue Phase: Es gilt, Richtung und Rahmen der Beschlüsse mit Leben zu füllen.
Herzliche Einladung dazu an jeden Einzelnen von Ihnen, sich hier mit zukunftsgerichteter Tatkraft, Kreativität und Ideen einzubringen!
Daniel Pabst
Dr. Michael Jansen
(Vorsitz Bauausschuss)
Beschlüsse zur Immobilienentwicklung - Veröffentlichung
„Kirche der Verkündigung – auch unter veränderten Rahmenbedingungen.
Zur besseren Nutzung unserer Ressourcen im Erzbistum Berlin“
Schreiben Erzbischof Dr. Heiner Koch vom 4. Juli 2023
Entwicklung der Immobilien in der Pfarrei St. Franziskus
- Beschlüsse des Kirchenvorstands -
Der Kirchenvorstand der Pfarrei St. Franziskus hat zur Immobilienentwicklung der Pfarrei am 9. Juli 2025 folgende Beschlüsse gefasst:
| 1 | Vorbemerkung Der Kirchenvorstand der Pfarrei St. Franziskus stellt fest: |
| 1.1 | Der Kirchenvorstand der Pfarrei St. Franziskus (im Folgenden: Der Kirchenvorstand) hat auf der Grundlage des Schreibens des Erzbischofs von Berlin vom 4. Juli 2023 einen Prozess zur Entwicklung der kirchlichen Immobilien der Pfarrei eingeleitet. Ziel des Kirchenvorstands ist es, die Ressourcen der Pfarrei St. Franziskus für die nächsten 15-20 Jahre wirtschaftlich so gesichert aufzustellen, dass die erforderlichen pastoralen Aufgaben der Pfarrei bestmöglich erfüllt werden können. Der Kirchenvorstand hat den Bauausschuss gebeten, den Prozess zu koordinieren und voranzubringen. |
| 1.2 | Die Pfarrei ist seit ihrer Gründung 2017 strukturell unterfinanziert, d.h. die Ausgaben für die Unterhaltung der sechs Kirchenstandorte, den Aufwand für Personal und Verwaltung, die Gestaltung der Gottesdienste und Sonstiges überwiegen die Einnahmen über Zuweisungen des Erzbischöflichen Ordinariats, Vermietungen und Kollekten/Spenden im Jahr so deutlich, dass sie durch wirtschaftliches Handeln nicht ausgeglichen werden können (siehe Pfarrnachrichten 2021/4, S. 24f.). Die Entwicklung der Immobilien der Pfarrei muss im Interesse einer wirtschaftlichen und finanziellen Sicherheit der Pfarrei verschiedene Aspekte berücksichtigen, u.a. die absehbar zurückgehenden Zahlen von Kirchenmitgliedern und ebenfalls pastoralem Personal, die notwendige Verringerung von Ausgaben wie Betriebskosten sowie die stärkere Erzielung von laufenden Einnahmen u.a. zur Bildung von Rücklagen für Baumaßnahmen, auch mit Blick auf die nachhaltige ökologische Weiterentwicklung der Standorte. Hierzu muss die Pfarrei in ihrer Gesamtheit von sieben Gemeinden in den Blick genommen werden. |
| 1.3 | Der Kirchenvorstand hat sich bei seinen Überlegungen und Entscheidungen zum Immobilienprozess von den Fragen leiten lassen: Was brauchen wir? Was können wir uns leisten? Was wollen wir uns leisten? Die Antwort auf diese Fragen erfordert es, die pastorale, soziale, ökologische und ökonomische Perspektive einzunehmen. Bei den Beratungen und Entscheidungen waren die Festlegungen des Bistums zu berücksichtigen, die Katholische Mission spanischer Sprache in St. Nikolaus an einen anderen Ort und den Konvent der Herz Jesu-Priester und die portugiesischsprachige Gemeinde nach St. Martin zu verlegen. |
| 1.4 | Um die Entscheidungen über die Entwicklung der Immobilien der Pfarrei vorzubereiten, hat der Kirchenvorstand seit 2024 mit dem Immobiliendienstleister des Erzbischöflichen Ordinariats LIBAST zusammengearbeitet. LIBAST hat eine Portfolio-Analyse der Pfarrei sowie für die Kirchenorte St. Martin und St. Nikolaus Standortanalysen angefertigt, dazu für die Kirchenorte St. Katharinen, St. Martin und St. Nikolaus Workshops durchgeführt sowie für den Kirchenort St. Nikolaus eine Machbarkeitsstudie erstellt. Der Kirchenvorstand hat zudem das Architektenbüro Planquadrat beauftragt, für alle Kirchenstandorte eine Bewertung der Bausubstanz und baulichen Instandhaltungsbedarfe der Immobilien vorzunehmen. Des Weiteren hat der Kirchenvorstand Gremien, Gruppen und Kreise sowie alle Pfarreimitglieder aufgerufen, sich an dem Prozess der Entwicklung der Immobilien zu beteiligen. Wesentliche Ergebnisse dieser Arbeiten und Beteiligungen sind auf der Website der Pfarrei unter www.st-franziskus-berlin.de/pfarrei/kirchenvorstand/immobilien/ einsehbar. Darüber hinaus hat es eine große Zahl von Gesprächen von Mitgliedern des Kirchenvorstandes und des Bauausschusses mit Mitgliedern von Gremien und Mitgliedern der Pfarrei sowie mit Dritten zu dem Thema der Immobilienentwicklung gegeben. |
| 1.5 | Die Gemeinden sind über die Ergebnisse von LIBAST und Planquadrat informiert worden und konnten Stellung nehmen. Der Pfarreirat ist fortlaufend über den Prozess der Immobilienentwicklung informiert worden. Das gilt ebenfalls für die Pfarreimitglieder über die Pfarrnachrichten und die Website der Pfarrei. |
| 1.6 | Der Kirchenvorstand ist sich bewusst, dass Zahlen, Daten und Fakten und darauf aufbauende Bewertungen unabhängiger Dritter wie LIBAST und das Büro Planquadrat das pastorale Leben in den Gemeinden nur in relativer Weise darstellen können. Hierzu kann es unterschiedliche Perspektiven geben. Auch mögen einzelne Zahlen und Daten verbesserungsbedürftig sein. Nichtdestotrotz geben die Ergebnisse von LIBAST und des Architektenbüros gute Einblicke in die Gemeinden und die Pfarrei. Sie sind daher wichtige Grundlagen für den Kirchenvorstand, Entscheidungen zu treffen. Das gilt insbesondere für die Einschätzung des kurz- und mittelfristigen Sanierungsbedarfs von Kirchen, Gemeindehäusern und Außenanlagen. Die Kosten belaufen sich hier auf rund 7.228.000 Euro. Besonders stark betroffen sind die Standorte St. Martin (3.500.000 Euro), St. Nikolaus (2.724.000 Euro) und St. Katharinen (653.000 Euro), mit insgesamt rund 6.877.000 Euro. Während des gesamten Prozesses ist deutlich geworden, dass die Pfarrei St. Franziskus in den nächsten 15 bis 20 Jahren aus eigener Kraft finanziell nicht in der Lage sein wird, alle Kirchenstandorte zu unterhalten und vor allem im erforderlichen Umfang zu sanieren. |
| 1.7 | Der Pfarreirat ist am 26. Juni 2025 zur Immobilienentwicklung gehört worden. Am 3. Juli 2025 hat eine Pfarrversammlung in der Kirche Maria Gnaden stattgefunden. Der Kirchenvorstand hat am 9. Juli 2025 über die künftige Entwicklung der Immobilien der Pfarrei St. Franziskus Beschlüsse gefasst. |
| 2 | Beschlüsse des Kirchenvorstands, gesondert nach Gemeinden und Kirchenstandorten, im Interesse der gesamten Pfarrei |
| 2.1 | Gemeinde St. Judas-Thaddäus, Hohen Neuendorf |
| 2.1.1 | Der Kirchenvorstand setzt sich für den weiteren Bestand von Gottesdiensten in der Evangelischen Kirche Hohen-Neuendorf ein. |
| 2.1.2 | Der Kirchenvorstand setzt sich pastoral für den weiteren Bestand der Gemeinde St. Judas-Thaddäus und katholisches Leben in Hohen Neuendorf und Umgebung ein. Die Pfarrei wird die Gemeinde bei der Nutzung von Räumlichkeiten für Gottesdienste und gemeindliche Aktivitäten unterstützen. |
| 2.2 | Gemeinde St. Hildegard, Frohnau |
| 2.2.1 | Der Kirchenort St. Hildegard mit Kirche, Gemeindehaus, Außenanlagen und Kita, Senheimer Str. 35-37, 13465 Berlin-Frohnau bleibt erhalten. |
| 2.2.2 | Der Kirchenvorstand St. Franziskus bittet die Gemeinde St. Hildegard, Grundstück und Räumlichkeiten des Standortes wirtschaftlich und finanziell bestmöglich zu nutzen. |
| 2.3 | Gemeinde St. Katharinen, Mühlenbecker Land Schildow |
| 2.3.1 | Der Kirchenvorstand St. Franziskus beschließt, den Kirchenort St. Katharinen mit Kirche, Gemeindehaus und Außenlagen auf dem Grundstück Hauptstr. 20, 16552 Mühlenbecker Land-Schildow in der jetzigen Form nicht weiter aufrecht zu erhalten. Das Grundstück soll im Interesse der Pfarrei wirtschaftlich möglichst in sozialer Hinsicht entwickelt bzw. verwertet werden. Die Pfarrei wird sich für das weitere Verfahren mit behördlichen Stellen und weiteren Beteiligten wie Investoren abstimmen. |
| 2.3.2 | Der Kirchenvorstand beschließt zudem, das Grundstück, Bahnhofstr. 17, 16552 Mühlenbecker Land-Schildow zu verwerten.. |
| 2.3.3 | Der Kirchenvorstand setzt sich pastoral für den weiteren Bestand der Gemeinde St. Katharinen und katholisches Leben in Schildow und Umgebung ein, z.B. im Zusammenwirken mit der evangelischen Gemeinde oder in anderer angemessener Weise. Die Pfarrei wird die Gemeinde bei der Nutzung von Räumlichkeiten für Gottesdienste und gemeindliche Aktivitäten unterstützen. Das Erzbistum soll hierzu um finanzielle Unterstützung gebeten werden. Es sollen zeitnah Gespräche mit der Evangelischen Kirchengemeinde aufgenommen werden. |
| 2.3.4 | Der Kirchenvorstand St. Franziskus bittet die Gemeinde St. Hildegard, pastoral für die Interessen der mit ihr fusionierten Gemeinde St. Katharinen in besonderer Weise Sorge zu tragen. |
| 2.4 | Gemeinde Maria Gnaden, Hermsdorf |
| 2.4.1 | Der Kirchenort Maria Gnaden mit Kirche, Gemeindehaus und Außenanlagen, Hermsdorfer Damm 195, 13467 Berlin-Hermsdorf, wo sich auch der Sitz der Verwaltung befindet, bleibt erhalten. |
| 2.4.2 | Der Kirchenvorstand St. Franziskus beschließt, in regelmäßigen Abständen von drei Jahren zu prüfen (nächster Termin 2027), ob für das nördlich an die Kirche Maria Gnaden angrenzende Flurstück die Voraussetzungen für eine wirtschaftliche Verwertung unter Berücksichtigung eines reibungslosen Gemeindelebens gegeben sind. |
| 2.4.3 | Der Kirchenvorstand St. Franziskus bittet die Gemeinde Maria Gnaden, Grundstück und Räumlichkeiten des Standortes wirtschaftlich und finanziell bestmöglich zu nutzen. |
| 2.5 | Gemeinde Christkönig, Lübars |
| 2.5.1 | Das Grundstück des Standortes der Gemeinde Christkönig mit Kirche, Gemeindehaus und Außenanlagen, Zabel-Krüger Damm 219, 13469 Berlin-Lübars, steht im Eigentum des Erzbischöflichen Stuhls. Der Kirchenvorstand St. Franziskus hat zur Kenntnis genommen, dass die Immobilie an die Ukrainisch-Orthodoxe Gemeinde verkauft werden soll. |
| 2.5.2 | Der Kirchenvorstand St. Franziskus beschließt, für diesen Verkauf das Vorkaufsrecht der Pfarrei St. Franziskus Reinickendorf-Nord nicht auszuüben. Er beschließt, dass der Eintrag des Vorkaufsrechts weiter im Grundbuch bestehen bleibt. Er beschließt zudem, den Nutzungsvertrag zwischen dem Erzbischöflichen Stuhl und der Pfarrei St. Franziskus baldmöglich zum erfolgten Verkauf der Immobilie zu kündigen. |
| 2.5.3 | Der Kirchenvorstand setzt sich pastoral für den weiteren Bestand der Gemeinde Christkönig und katholisches Leben in Lübars und Umgebung ein, z.B. im Zusammenwirken mit der evangelischen Gemeinde oder in anderer angemessener Weise. Die Pfarrei wird die Gemeinde bei der Nutzung von Räumlichkeiten für Gottesdienste und gemeindliche Aktivitäten unterstützen. Das Erzbistum soll hierzu um finanzielle Unterstützung gebeten werden. |
| 2.5.4 | Der Kirchenvorstand St. Franziskus bittet die Gemeinde Maria Gnaden, pastoral für die Interessen der mit ihr fusionierten Gemeinde Christkönig in besonderer Weise Sorge zu tragen und die Gespräche mit den anderen christlichen Konfessionen bzgl. einer Kooperation zu unterstützen. |
| 2.6 | Gemeinde St. Martin, Märkisches Viertel |
| 2.6.1 | Der Kirchenvorstand begrüßt die Entscheidung des Bistums, am Standort der Gemeinde St. Martin im Interesse der Präsenz und Stärkung katholischen Lebens im sozialen und internationalen Brennpunkt Märkisches Viertel den Konvent der Herz Jesu-Priester und die portugiesischsprachige Gemeinde anzusiedeln. |
| 2.6.2 | Der Kirchenvorstand St. Franziskus beschließt, der Ansiedlung des Konvents und der muttersprachlichen Gemeinde unter der Voraussetzung zuzustimmen, dass das Erzbistum Berlin sich in überwiegender Weise an den erheblichen finanziellen Investitionen zur Herstellung der neuen Nutzung und Sanierung von Kirche, Gemeindehaus und Außenanlagen beteiligt, hilfsweise die Abgabe des Eigentums der Immobilie oder Teilen davon an das Erzbistum.. |
| 2.6.3 | Der Kirchenvorstand weist darauf hin, dass die neue Nutzung des Standortes St. Martin ein neues pastorales und wirtschaftliches Konzept erfordert. Der Standort soll daher in enger Kooperation der Pfarrei St. Franziskus, der Gemeinde St. Martin, des Erzbistums Berlin, der Zweigstelle der Salvatorschule, den Hedi-Kitas, dem Konvent der Herz-Jesu-Priester und der portugiesischen muttersprachlichen Gemeinde sowie ggf. weiteren Partnern entwickelt werden. Der Kirchenvorstand bittet die Gemeinde St. Martin, sich in den gesamten Prozess aktiv einzubringen und im Interesse der gesamten Pfarrei und aller Beteiligter voranzubringen. |
| 2.6.4 | Der Kirchenvorstand St. Franziskus bittet die Gemeinde St. Martin, Grundstück und Räumlichkeiten des Standortes wirtschaftlich und finanziell bestmöglich zu nutzen. |
| 2.7 | Gemeinde St. Nikolaus |
| 2.7.1 | Der Kirchenvorstand nimmt die Entscheidung des Bistums, die Katholische Mission spanischer Sprache an einen anderen Standort zu verlegen, zur Kenntnis. |
| 2.7.2 | Der Kirchenvorstand St. Franziskus beschließt, den Kirchenort St. Nikolaus mit Kirche, Gemeindehaus und Außenanlagen in der jetzigen Form nicht weiter aufrecht zu erhalten; die Kita soll erhalten bleiben. Das Grundstück Techowpromenade 35-43, 13437 Berlin soll im Interesse der Pfarrei wirtschaftlich baldmöglich und wünschenswert in sozialer Hinsicht entwickelt bzw. verwertet werden. Die Pfarrei St. Franziskus darf hierbei nicht dauerhaft belastet werden. Die Pfarrei wird sich hierzu für weitere Verfahren mit den behördlichen Stellen, Hedi-Kitas und weiteren Beteiligten wie Investoren abstimmen. Der Vertrag über die Orgel mit der evangelischen Gemeinde soll im Zuge des Prozesses zeitlich abgestimmt gekündigt werden. |
| 2.7.3 | Der Kirchenvorstand setzt sich pastoral für den Fortbestand der Gemeinde St. Nikolaus und katholisches Leben in Wittenau ein, z.B. im Zusammenwirken mit der evangelischen Gemeinde oder in anderer angemessener Weise. Die Pfarrei wird die Gemeinde bei der Nutzung von Räumlichkeiten für Gottesdienste und gemeindliche Aktivitäten unterstützen. Das Erzbistum soll hierzu um finanzielle Unterstützung gebeten werden. |
| 2.7.4 | Der Kirchenvorstand St. Franziskus bittet den Leitenden Pfarrer, zeitnah pastorale Gespräche mit der Gemeinde St. Nikolaus zu führen, um voranzubringen, auf welche Weise katholisches Leben in Wittenau ab Aufgabe des Standorts fortbestehen kann. |
| 3 | Schlussbemerkung |
| 3.1 | Der Kirchenvorstand der Pfarrei St. Franziskus beschließt, dass die Beschlüsse des Kirchenvorstands zur Entwicklung der Immobilien der Pfarrei St. Franziskus in den Gottesdiensten am Wochenende des 12. und 13. Juli 2025 in geeigneter Weise in den Vermeldungen bekannt gemacht, auf der Website der Pfarrei eingestellt, in den Schaukästen der Gottesdienststandorte ausgehangen und in den Pfarrnachrichten abgedruckt werden. |
| 3.2 | Die Beschlüsse und Aussagen des Kirchenvorstandes St. Franziskus werden im nächsten Schritt dem erzbischöflichen Ordinariat zur kirchenaufsichtsrechtlichen Genehmigung vorgelegt. |
| 3.3 | Der Kirchenvorstand weiß um die gewachsenen Beziehungen in den Gemeinden zu den Kirchenorten. Allerdings hat kirchliches Leben über die Zeiten hinweg immer wieder auch Veränderung bedeutet. Die Aufgabe von Kirchenorten schmerzen nicht nur die Mitglieder der betroffenen Gemeinden, sondern alle Mitglieder der Pfarrei und davon eingeschlossen auch die Mitglieder des Kirchenvorstands. Der Kirchenvorstand bittet für seine Entscheidungen um Verständnis, die er nach einem längeren intensiven Prozess im Austausch mit allen Beteiligten nach bestem Wissen und Gewissen mit Blick auf die Interessen der gesamten Pfarrei getroffen hat. |
| 3.4 | Der Kirchenvorstand dankt allen Mitgliedern der Pfarrei sehr herzlich, die an dem intensiven Prozess der Entwicklung der Immobilien der Pfarrei St. Franziskus mitgewirkt haben und weiter mitwirken werden. |

