Wir, die Welt und Gott Rückblick auf die Herbstfahrt 2.0

Aus der Gemeinde Maria Gnaden sind in den Herbstferien 2025 zweiundzwanzig Personen zur „Herbstfahrt 2.0“ aufgebrochen. Unsere Fahrt stand unter dem Motto: „Wir, die Welt und Gott“. Also ein sehr weites Thema. Unser Ziel war Rathen im Elbsandsteingebirge. Von unserem Haus hatten wir einen fantastischen Blick auf die Bastei. Was tut man in Rathen? – Natürlich ein wenig wandern. Über uns, unsere Gemeinschaft und Gott nachdenken. Am Abend saß man zusammen. Es wurde gesungen, getanzt oder gespielt.

Was hat es eigentlich mit der „Herbstfahrt 2.0“ auf sich? Sie ist eine lockere Veranstaltung von Gemeindemitgliedern, deren Kinder „flügge“ geworden sind, die selbst aber nach wie vor Lust haben, auf Herbstfahrt zu gehen. Sozusagen eine Herbstfahrt nur für Erwachsene. Wir haben das dieses Jahr zum zweiten Mal veranstaltet.

Jeder Tag begann jeweils mit einem kleinen Impuls, der von zwei oder drei Leuten aus unserer Runde vorbereitet wurde.

An einem Tag beschäftigen wir uns mit Gottesbildern. Manche Gottesbilder werden in der Bibel tradiert, aber auch in der darstellenden Kunst oder in der Literatur. Man denke nur an Michelangelo und sein Monumentalgemälde in der Sixtinischen Kapelle. In der Erschaffung Adams ist Gott ein alter Mann, der mit Rauschebart abgebildet wird. Nun ja... andere Zeiten, andere Gottesbilder. Aber welches Gottesbild habe ich persönlich? Wo ist mein Gottesbild geprägt worden? – Im Elternhaus, im Religionsunterricht oder später? Blieb mein Gottesbild gleich oder hat es sich verändert? Darüber kamen wir schnell ins Gespräch.

Später beschäftigten wir uns mit dem Gebet. Wie spreche ich Gott an? Bete ich allein oder lieber in der Gemeinschaft? Welche Erwartungen habe ich an das Gebet? Was bewirkt Beten bei mir? Auch darüber tauschten wir uns intensiv aus.
 

Blick von der Elbe auf die Bastei

Marienkirche in Pirna

Giebelhaus in Pirna

 

Auf der „Herbstfahrt 2.0“ kam auch das Wandern nicht zu kurz: Wir genossen spektakuläre Aussichten auf dem berühmten Malerweg, wanderten durch das Kirnitzschtal und  auf die Bastei. Nicht immer war gutes Wetter, aber davon ließen wir uns nicht abhalten. In Pirna machten wir eine Führung auf den Spuren der Reformation. Auf dem Sonnenstein besichtigten wir die ehemalige "Heilanstalt Pirna-Sonnenstein", die von den Nationalsozialisten für die sogenannte „Euthanasie“ zweckentfremdet wurde. Dort wurden in den Jahren 1940 und 1941 etwa 14.000 Menschen qualvoll vergast. Der Gedenkort und die erläuternde Ausstellung waren sehr eindrucksvoll.

Viel zu schnell ging die Woche zu Ende. Wir sind mit neuen Impulsen und Gedanken zurückgekehrt.

Nach der Herbstfahrt ist immer auch vor der Herbstfahrt. Im kommenden Jahr werden wir in der ersten Herbstferienwoche, also vom 19. bis 23. Oktober, in den Harz fahren. Genauer: Nach Alterode. Das Motto steht noch nicht fest. Vielleicht haben Sie ja Lust bekommen, mitzufahren. Wir würden uns über Ihre Anmeldung sehr freuen.