"Alles hat seine Zeit" - Pfarrvikar Marra beendet seinen Dienst in St. Franziskus Ende September

Liebe Schwestern und Brüder in der Pfarrei St. Franziskus,

wie heißt es noch im Buch Kohelet?

„Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit:
eine Zeit zum Gebären / und eine Zeit zum Sterben,
eine Zeit zum Pflanzen / und eine Zeit zum Ausreißen der Pflanzen…
eine Zeit zum Weinen / und eine Zeit zum Lachen“ (Koh 3,1ff)

Und ich füge hinzu: „Eine Zeit zum Ankommen / und eine Zeit zum Weitergehen!“

Vielleicht hat Sie schon die Nachricht erreicht: Ab 1. Oktober werde ich eine neue Aufgabe übernehmen. Ich bin zum Pfarradministrator der Pfarreien Herz Jesu in Berlin-Tempelhof und Salvator in Berlin-Lichtenrade ernannt worden.

Beide Pfarreien befinden sich noch im Prozess „Wo Glauben Raum gewinnt“ und bilden mit den Pfarreien Maria Frieden und Theresia vom Kinde Jesu den Pastoralen Raum „Tempelhof-Mariendorf-Bukow-Lichtenrade“. In möglichst naher Zukunft soll dann die neue Großpfarrei gegründet werden. Die Bistumsleitung hat mir den Auftrag erteilt, die Leitung dieses Prozesses zu übernehmen. Viel und in mancher Hinsicht auch mühsame Arbeit erwartet mich. Davor habe ich großen Respekt! In diesen knapp zwei Jahren in Reinickendorf-Nord durfte ich jedoch viel lernen. Das wird mir sicherlich zugutekommen und lässt mich hoffnungsvoll in die Zukunft schauen.

Ich habe schon in meiner E-Mail an die Gremien geschrieben, dass meine Ernennung zum Pfarrvikar hier in St. Franziskus ja von Anfang an als zeitlich begrenzt erfolgt war. De facto durfte ich zwanzig Monate die Arbeit hier mittragen, die Evangelisierung und den Dienst an den Menschen mitgestalten, in der Salvatorschule mit Kindern und Jugendlichen Gottesdienste feiern und mich an den Begegnungen und Liturgien erfreuen.

Ich gestehe Ihnen, dass ich zwischendurch im Lauf dieser Monate mich etwas darauf eingerichtet hatte, wohl länger hier zu bleiben. Nun kommt es doch anders...

Ich weiß, dass in den letzten Jahren die Gemeinden mit großem Personalwechsel konfrontiert wurden. Das ist sicherlich nicht leicht zu verdauen und gerade im Hinblick auf die Seelsorge nicht besonders förderlich. Unser Erzbischof und die Personalabteilung haben allerdings die gesamte Situation des Erzbistums im Blick und mich nun mit dieser neuen Aufgabe betraut.

Ich bin Gott und allen Menschen für diese Zeit hier sehr, sehr dankbar. Ich habe die Mitarbeit sowohl mit den Haupt- als mit den Ehrenamtlichen als sehr geschwisterlich und erbauend erlebt. Ich konnte hier sehr vieles lernen, viele geistreiche Gespräche und schöne Begegnungen erleben und habe mich wirklich wohl gefühlt. Christi Nachfolge bedeutet aber auch, sich immer wieder neu auf den Weg hinter ihm her zu machen. Das will ich im Vertrauen darauf, dass Er letztlich unsere Geschicke in seinen Händen hält, auch tun.

Ich bitte Sie alle, für mich zu beten und versichere meinerseits, Ihrer und aller Menschen der Pfarrei St. Franziskus in meinen Gebeten zu gedenken.

Gott behüte Sie alle.

Ihr

Don Arduino